duality duality duality

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Maria Wallace & Tim Slim

Dreaming of glory past and ringing endorsements of future perfection have long been celebrated as truths accepted as challenges, especially when navigating the hyperconnected capitalist end times we currently inhabit. In their collaborative exhibition, duality duality duality, Maria Wallace and Tim Slim explore fantastical melancholic worlds that at once exist and were figments of imaginative players. Through the use of images, objects and found materials presented as tableaus of whichever reality suits best, the two artists combine to present a capsule of time, honor and perhaps even dignity to fragments of supposed memories.

Aware that it’s one of the most challenging things to spot glimpses of beauty and maybe the most challenging thing to let beauty happen, Maria Wallace still keeps pushing on seeking the never-ending highways of her inner history on an endless road trip while listening to Americana for a new mirage of the American Dream appearing on the horizon in the dusk of her own imagination.

Switching from Emmy Lou Harris to Madonna she is chasing uncatchable dreams of fame and success heading west to find her California before it’ll disappear in fire and earthquakes, like one of her inflatable palm trees imploding after thousands of hours of work, and hundreds of moments of failure on the floor of her studio holding onto the illusion that Pop Art still continues. She is on her road trip enjoying the panavision landscapes and crystals of capital skylines while native America and Europe are in the backseat annoying her with history and guilt before asking her to stop at the Drive-In for some cheeseburgers, fries and a coke.

Tim Slim’s works makes you feel like you have just jumped into a dumpster and are laying around amongst the trash and residual oils, except seen through acid eyes—everything fractured and glittering—it looks so beautiful, or you are actually what is beautiful and those object remnants are just reflecting you back onto yourself a million times over in a mutated repetition pattern that is in one glimpse both soothing and disturbing, simultaneously.

Remember when we took that dead pigeon and put it in an old McDonald’s take-out bag and carried it around all night, ‘cause we couldn’t find a suitable burial site? And then remember dousing it in holy water, which was really just luke-warm beer, and throwing the whole package onto the Bauhaus roof? All those things that were desecrations seemed like blessings…

Im Traum vergangener Pracht bekräftigen wir die Suche nach einer vollkommenen Zukunft und erglauben uns hierdurch das späte Kapital, das uns alle bewohnt und das Netz, das uns alle trennt, herauszufordern.
In ihrer gemeinsamen Ausstellung duality duality duality verwirren Maria Wallace und Tim Slim die Gleichzeitigkeit von Fantasik und Melancholie ihrer verlorenen Imagination. Bilder, Objekte und Gefundenes ergeben ein wie auch immer passendes Realitätsmodell, ein Brei aus Zeit, Ehre und vielleicht sogar Würde, der in einer müden Sonne zu Fragmenten eventueller Erinnerungen trocknet.
Sich darüber im klaren, dass eine der größten Herausforderungen darin besteht, das Aufblitzen von Schönheit zu erkennen und die wahrscheinlich größte Herausforderung, Schönheit entstehen zu lassen, wird Maria Wallace nicht aufgeben, die niemals endenden Highways ihrer inneren Geschichte auf einem endlosen Roadtrip, Americana hörend, den Horizont in der Dämmerung ihres Vorstellungsvermögens nach neuen Fata Morganen des Amerikanischen Traums abzusuchen.
Nach Emmy Lou Harris kommt Madonna und Maria jagt ungreifbaren Träumen von Ruhm und Erfolg hinterher um gen Westen ihr eigenes Kalifornien zu finden bevor es in Feuer und Erdbeben zu Grunde geht, so wie ihre aufblasbaren Palmen nach tausenden Stunden Arbeit und hunderten Momenten der Verzweiflung auf dem Boden ihres Ateliers implodieren – und immer noch hält sie an der Vorstellung fest, dass Pop Art nicht längst tot ist.
Auf ihrem Road Trip genießt sie die Panavision Landschaften und das zu Architektur geronnene Kapital der Skylines amerikanischer Großstädte während Native America und Europa sie vom Rücksitz aus mit Geschichte und Schuld nerven um sie kurz darauf zu drängen, für Cheeseburger, Coke und Fries beim nächsten Drive-In zu halten.
Tim Slims Arbeit gibt Dir das Gefühl, dass du gerade in einen Müll-Container gesprungen bist, da rumliegst in all diesem Unrat und öligen Rückständen – aber irgendwie so wie auf Acid: alles glitzert und zerfällt. Es sieht so schön aus, oder Du bist eigentlich schön und diese objekthaften Überreste reflektieren Dich einfach nur zurück auf Millionen deiner Selbst in einer Art mutiertem Widerholungsmuster, dass einen kurzen Eindruck gleichzeitiger Besänftigung und Verstörung hinterlässt.
Weißt Du noch, als wir die tote Taube genommen und in diese alte McDonald’s Tüte gepackt haben. Und dann haben wir sie die ganze Nacht mit uns herumgetragen weil wir keinen passenden Ort für die Beerdigung fanden? Und erinnerst Du dich, wie wir sie mit heiligem Wasser, was eigentlich nur lauwarmes Bier war, übergossen haben? Und wie wir dann das ganze Paket auf das Dach vom Bauhaus am Südkreuz geschmissen haben? Diese totale Entweihung erschien uns als ein unglaublicher Segen…